el ultimo dia

Hola nach Loehne!

Ich moechte mich im Namen der Gruppe dafuer entschuldigen, dass unsere Schreibwut in der zweiten Haelfte unserer Reise dermassen abgenommen hat..
Wir waren ja die ganze Zeit fleissig in unseren Projekten und haben auch noch bis in die Semana Santa herein gearbeitet. Die Arbeit hat viel Spass gemacht und die Ergebnisse koennen sich sehen lassen! Aber um darueber zu berichten ist hier einfach zu wenig Platz und ich habe auch nicht mehr so viele Cordobas, um sooo weit auszuholen.. :-)
Am Mittwoch haben wir dann noch den Nationalpark Miraflor besucht. Natuerlich war das wieder ganz spontan, denn erst am Abend vorher hat sich diese Moeglichkeit noch fuer uns ergeben. Wir durften also noch mehr herrliche Landschaften bewundern, haben ein weiteres Mal einen Urwald durchkreuzt und Daniel und Rene haben sich sogar hoch zu Ross in den Dschungel gewagt. Unterwegs waren wir diesmal nicht in einem einfachen Pickup, sondern in einem Viehtransporter… Aber darin fuehlte ich mich sicherer, weil die Ladeflaeche schoen hoch umschlossen war und man nicht die ganze Zeit Angst hatte, weggeweht zu werden oder auf einer der huckeligen Strassen runterzufallen. Allerdings war die Flaeche auch teilweise von oben mit Balken versehen, sodass ich mir erstmal – da ich sooo viel Schwung beim Aufsteigen geholt hatte – eine dicke fette Beule zugezogen habe. Da habe ich fast so viele Sterne gesehen, wie nachts am Strand von San Juan del Sur…
Abends war dann unsere Abschlussfeier in der Inprhu, einer Art Jugendzentrum, wo Lars, Rene und ich in den Wochen beschaeftigt waren. Die Feier war ganz toll! Wir haben ganz, ganz viel getanzt und geschwitzt und waren traurig, als sie sich dem Ende zuneigte…
Gestern war auch ein Ausflug geplant, der dann aber leider – nachdem wir drei Stunden gewartet hatten – nicht stattgefunden hat. Wir hatten kein Fahrzeug – nichtmal den Viehtransporter.. Und dabei hatte mir meine Mama so viel Essen und Trinken fuer den Tag mitgegeben… Das haben wir dann am Nachmittag im Freibad verspeist. Das Schwimmen war uebrigens eine hoechst unangenehme Erfahrung, da sich ungefaehr ganz Condega und ganz Esteli in diesem Schwimmbad befanden…
Gestern Abend war dann unsere Abschlussfeier, die wir am Morgen angefangen hatten zu organisieren – aber keine Panik, das ist hier kein Problem! Hat alles (irgendwie) geklappt und war auch schoen und sehr traurig. Ums Weinen bin ich nicht herumgekommen. Aber es war auch wieder luuustig. Fast alle Familien waren anwesend und ausserdem die Leute, die wir in unseren Projekten kennengelernt haben. Unfassbar, dass das schon unsere letzte Gelegenheit war, zusammen zu feiern, zu tanzen und Flor de Cana (der beruehmte nicaraguanische Rum) zu trinken.
Sowieso ist es nicht zu glauben, dass heute unser letzter Tag hier seien soll. Die Zeit ist so schnell verflogen…
Wir waren heute Morgen noch mit meiner Familie in Honduras, bzw. nur an der Grenze, weil es peinliche Probleme hab, auf die ich jetzt nicht naeher eingehen will. Wir haben da an einem reissenden Fluss gegessen und einige haben sich sogar todesmutig in die Fluten gestuerzt. Na ja.. und gleich heisst es wohl Koffer packen. Ich glaube, ich muss meine gesamte Kleidung und sonstige Ausstattung hier lassen, da ich so viele Dinge mit nach Loehne bringen werde, die mich an diese tolle Zeit hier erinnern werden.

Das soll es nun auch gewesen sein. Wir sehen uns Sonntag! Ich freue mich schon!

Olivia