Land der tausend Berge

Der gestrige Tag endete etwas curioso, als das “Taxi de Lars” zu spaeter Stunde
mit feuriger Musik und noch feurigeren Insassen zum Zentralpark kam und
Zunhilda unseren bis dahin ruhigen Abend mit einer spontanen Tanzeinlage
inmitten der Strassen Condegas beendete.

Wahrscheinlich war es dieser kleinen naechtlichen Tanzeinlage geschuldet, dass
der heutige Tag mal wieder nicht wie verabredet um neun anfing.
Wir schwongen uns auf die Ladeflaeche eines viehtransporter-aehnlichen Pick-ups
und machten uns in die Vororte Condegas auf.
Mit riskanten Fahrmanoevern fuhren wir auf engen “Strassen” durch Staub und
Geroell unserem ersten Stop entgegen: Dem Denkmal zur Erinnerung der
Schlacht, in der die Nicaraguaner unter Sandino die Amerikaner 1931 bezwangen.

Weiter ging es durch eine bildschoene Landschaft mit gruenen Bergen, Taelern
und Schluchten soweit unsere Augen reichten und nie gesehener Flora und
Fauna – oder hat schon mal jemand eine “10-Meter grosse Cobra” (O-Ton w.h.)
gesehen? Auch die Voegel standen der heimischen Amsel in nichts nach (ne, Anil?!).

Etliche Todeskurven und unzaehlige blaue Flecken spaeter erreichten wir die
Herberge zu Valenzia. Diese war idyllisch auf einer Anhoehe gelegen, mit Blick
auf das 1000-Seelendorf.
Der Hunger trieb uns auf eine Farm, auf der wir einmalig verkoestigt wurden…
Der anschliessende Spaziergang durch Plantagen von Orangene, Zitronene, Limonene
und Pfefferminzene war fuer alle sehr erfrischend.
Ebenso refrescante war der Besuch eines kleinen Sees, der von Bergen umgeben
zum Paddeln geradezu einlud, genannt “lagune”.

Nach dieser letzten Station machten wir uns wieder nach Condega-Stadt auf, um
unserer sonnengeschaedigten Haut (ein Mitleids-Oooh fuer Daniel) die taegliche
Dosis After-Sun, Fenistil und Autan etc. zufuehren zu koennen.

r&w